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Industrielle Premiere: CIRLY setzt auf ALTIJET für den digitalen Lötstopplack-Druck

Nach Angaben einer EQS-Meldung vom 29. Juli 2026 haben ALTIX, Tochtergesellschaft von MGI Digital Technology, und der französische Leiterplattenhersteller CIRLY den ersten industriellen Auftrag für den ALTIJET-Lötstopplack-Tintenstrahldrucker unterzeichnet.

Industrielle Premiere: CIRLY setzt auf ALTIJET für den digitalen Lötstopplack-Druck

Parallel wurde eine strategische Partnerschaft zwischen MGI, ALTIX und CIRLY vereinbart. Für die europäische Leiterplattenfertigung markiert die Installation die erste industrielle Referenz für digitale Lötstopplack-Drucktechnologie im Produktionsmaßstab.

Technologieprofil und Installationsstatus

ALTIJET appliziert Lötstopplack auf Leiterplatten im Tintenstrahldruckverfahren. Vorhergehende Tintenstrahlapplikationen für Lotstoppmasken operierten ausschließlich im Pilot- oder Labormaßstab. Die Installation bei CIRLY soll diese Lücke zur industriellen Referenz unter realen Linienbedingungen schließen.

Zu validierende Parameter im laufenden Qualifikationslauf: Schichtdickenhomogenität, Haftfestigkeit auf FR-4, Hoch-Tg-Materialien und Flex-Folien, Beständigkeit gegen chemische und thermische Belastung im Reflow-Profil, Auflösung der Druckkanten an Pad-Geometrien und Via-Definitionen.

Industriekooperation und Verifikationsumfang

Die Vereinbarung umfasst über die Gerätelieferung hinaus ein gemeinsames Programm zur Performance-Qualifikation, Optimierung und Weiterentwicklung der Plattform. CIRLY bedient nach eigenen Angaben über 400 aktive Kunden jährlich aus Telekommunikation, Mobilität, Verteidigung, Industrietechnik und Forschung. Damit stehen für die Erstinstallation Substrate aus einem breiten Spektrum an Lacksystemen und Oberflächentopologien bereit.

Konkrete Prüfpunkte aus Substratsicht: Lötstopplack-Auftrag auf Multilayer mit hoher Lagenzahl, Verhalten an gestackten und gefüllten Mikrovias, Kompatibilität mit bleifreien und halogenfreien Lacksystemen, Auswirkung auf die Dielektrizitätskonstante im oberflächennahen Bereich, CAF-Verhalten an benachbarten Leiterbahnen unter dem Lackfilm.

Was als Nächstes zu prüfen ist

Offene Kennwerte bis zur Bestätigung produktionsfester Reife: Wiederholgenauigkeit der Schichtdicke über die Nutzfläche, Lötbadbeständigkeit nach beschleunigter Alterung, ionische Reinheit unter JEDEC-Grenzwerten, Prozessstabilität über definierte Wartungsintervalle. Ohne statistisch relevante Stichprobengröße keine abschließende Aussage zum industriellen Reifegrad.