Meldung

PCB West 2026: Kostenlose Fachvorträge zu Leiterplattendesign und Fertigung

Die Printed Circuit Engineering Association (PCEA) stellt auf der PCB West 2026 am 30. September im Santa Clara Convention Center elf kostenlose Fachsessions plus Keynote bereit.

PCB West 2026: Kostenlose Fachvorträge zu Leiterplattendesign und Fertigung

Kostenlose Technikslots bei PCB West 2026

Das Programm deckt Signalintegrität, UHDI, Flex-Design, Simulation und Bestückung ab — ein dichter Querschnitt aktueller Design- und Fertigungsfragen, der sich auch für deutsche Leiterplatten- und Bestückungsingenieure als Screening-Werkzeug eignet. Registranten, die bis zum 28. September anmelden, erhalten Ausstellung und Sessions kostenfrei; Tageskasse am Veranstaltungstag 25 USD.

Inhaltliche Schwerpunkte der bestätigten Vorträge

Sechs Referenten sind namentlich fixiert. Rick Hartley behandelt die Vor- und Nachteile von Kupferflächen auf Signallagen — ein klassischer Querschnittsgegenstand mit direktem Durchschlag auf Impedanz und Augendiagramm-Marge. Bei ungünstiger Flächenführung steigt die parasitäre Kapazität gegen Masse, die Impedanz fällt unter den Sollwert und die Jitter-Marge schrumpft messbar. Al Block (DirectPCB) stellt den Vortrag "The Hidden Failure Mode Using Mixed VIPPO in BGA Structures" vor. VIPPO-Mischprozesse in BGA-Aufbauten sind ein bekanntes Risikofeld für Voids und Delamination an der Pad-Grenzfläche; die exakte Fehlerbild-Dokumentation ist für Layout-Reviews und Bestückungsfreigaben unmittelbar relevant.

Ergänzend thematisieren Matt Leary (Newgrange Design) den CAD-Migrationsaufwand und Dr. Hayao Nakahara den PCB-Marktausblick. Ed Dodd (Cofactr) behandelt die Sourcing-Lücke zwischen Prototyp und Serie — ein wiederkehrender Engpass bei der Skalierung von UHDI- und Starr-Flex-Layouts, wo Bauteilfreigaben, Stack-up-Änderungen und Lieferantenwechsel zeitlich versetzt erfolgen. Itera-CEO AJ Cooper hält die Keynote "It's Time to Kill the Respin"; der Titel adressiert direkt die Iterationstreiber im Front-End-Workflow und damit die Frage, welche Review-Schritte tatsächlich Respins vermeiden.

Praktische Konsequenz für die eigene Linie

Wer UHDI- oder Starr-Flex-Designs auditiert, sollte Signalintegritäts-Session und BGA-Vortrag als Referenzrahmen für interne Reviews nutzen. Konkret messbar sind drei Prüfschritte: erstens die Impedanzmessung an Via-Arrays auf gestapelten Mikrovias mit angrenzenden Kupferflächen, zweitens die Querschliff-Inspektion an BGA-Pad-Interfaces nach VIPPO-Mischprozessen zur Bewertung von Void-Fläche und Intermetallisch-Phasen, drittens ein Abgleich des CAD-Wechselaufwands gegen bestehende Bibliotheken und Footprint-Regelsätze. Für Hersteller starrer, flexibler und starr-flexibler Leiterplatten liefert das Programm zudem direkten Input zu UHDI-Toleranzketten und zu Sourcing-Strategien beim Übergang vom Prototyp in die Serie.

Rahmenbedingungen: Ausstellung und Gratis-Sessions bei Registrierung bis 28. September kostenfrei, Tageskasse 25 USD. Veranstalter ist die PCEA, Konferenzleitung Mike Buetow.