THECA 2026: Wie die Global Electronics Association die PCB-Fertigung in Thailand stärkt
Wie iconnect007.com berichtet, hat David Bergman, VP of International Relations der Global Electronics Association, im Rahmen der THECA 2026 mit Marcy LaRont über die strategische Positionierung des Verbands in Thailand gesprochen.

Im Zentrum stehen Normungsarbeit und Bildungsprogramme, mit denen die Association den Ausbau der thailändischen Elektronikfertigung begleiten will. Parallel kündigt Bergman die ECWC17 an, die im kommenden Jahr gemeinsam mit der THECA 2027 stattfinden soll.
THECA 2026 und der ECWC-Rhythmus
Die Global Electronics Association ist nach den vorliegenden Angaben seit der Frühphase der THECA in Thailand engagiert. Der Electronic Circuit World Council (ECWC) tritt im Dreijahresturnus zusammen; mit der ECWC17 im Jahr 2027 steht der nächste Termin fest. Bergman beschreibt die Veranstaltung als Plattform, um Thailand als Fertigungsstandort innerhalb der globalen Elektronik-Lieferkette zu verankern.
Konkret benennt die Quelle zwei Hebel: Normung und Ausbildung. Beide wirken direkt auf Fertigungstiefe, Qualifikationsstruktur und Prozessstabilität thailändischer Leiterplattenhersteller. Inhaltliche Beschlüsse zu Normenrevisionen, Materialvorgaben oder Fertigungsstandards sind aus den vorliegenden Quellen nicht ableitbar.
Press-fit unter verschärften Randbedingungen
Parallel zur THECA-Berichterstattung dokumentiert Electronics Weekly die Ausweitung der Press-fit-Technologie auf neue Anwendungsfelder. Leiterplatteninterconnects in Industrieautomatisierung, Energieinfrastruktur, KI-Rechenzentren und Robotik müssen steigende Integrationsdichte, Leistungsdichte und Steckverbinderdichte bedienen. Drei Punkte sind physikalisch relevant:
- Bohrungsdurchmesser und Plattierungsdicke bestimmen Einführkraft und Kontaktdruck. Abweichungen, die im Fertigungszeichnungsmaß unauffällig wirken, verschieben das Kraft-Weg-Profil des konformen Pin-Sektors und damit die Langzeitstabilität der Verbindung.
- Werkstoffwahl folgt dem Anwendungsfall. CuNiSi-Legierungen bieten eine ausgewogene Kombination aus Leitfähigkeit und Federwirkung. CuSn4, CuSn5 und CuSn6 zeigen stärkere Federeigenschaften bei reduzierter Leitfähigkeit. CuCrZr erreicht Leitfähigkeiten nahe dem geglühten Kupfer und eignet sich für Designs mit hohen Strom- und thermischen Anforderungen.
- Langzeitstabilität hängt vom Kräfteverhältnis ab. Zu geringe Kontaktkraft gefährdet die dauerhafte elektrische Kontinuität. Zu hohe Kraft beschädigt die Kupferhülse oder das umgebende Laminat. Thermische Zyklen, Vibration und Spannungsrelaxation reduzieren die Kontaktkraft über die Lebensdauer zusätzlich.
Prüftechnische Konsequenz
Für die Wareneingangsprüfung folgt daraus: Bohrungsdurchmesser-Toleranz, Plattierungsdicke im Querschliff und das Einführkraftprofil müssen gemeinsam bewertet werden. Einzelwerte liefern kein ausreichendes Bild. Die Ankündigung der ECWC17 gibt Herstellern und Prüflaboren ein knappes Jahr Vorlauf, Messroutinen an verschärfte Press-fit-Anforderungen anzupassen, bevor neue Designs aus den genannten Anwendungsfeldern in die Serienfertigung gehen.