Kensington Palace Tickets: Welche Buchungsoption sich wirklich lohnt

Die billigste Eintrittskarte ist nicht automatisch die günstigste Entscheidung. Beim Kensington Palace hängt der tatsächliche Gegenwert davon ab, ob Sie einmal durch die State Apartments gehen…

Kensington Palace Tickets: Welche Buchungsoption sich wirklich lohnt

Die billigste Eintrittskarte ist nicht automatisch die günstigste Entscheidung. Beim Kensington Palace hängt der tatsächliche Gegenwert davon ab, ob Sie einmal durch die State Apartments gehen, mehrere königliche Anlagen in London besuchen oder den Palast in einen eng getakteten Sightseeing-Tag mit einem City-Pass pressen wollen.

Kensington PalaceLondon

Tickets und Preise

Kensington Palace

4,4/5 · 4.708 BewertungenPreise geprüft am 27. August 2026Kurzfristig verfügbar
Am meisten gebucht

Eintrittsticket · Regulärer Einlass

4,4·4.706 Bewertungen

Offizielle Kasse und Online-Kauf

Erwachsene24.70 GBP
Kindfrei

Offizielle Website — kensingtonpalace.uk

Preise sind Richtwerte: den endgültigen Tarif und freie Termine zeigt die Partnerseite.Buchung über unseren Partner GetYourGuide

Genau hier setzt das Marketing gern an: einheitliche Erlebnisversprechen, flexible Buchungsoptionen, digitale Pässe. Die wirtschaftliche Realität ist nüchterner. Wer nur einmal nach Kensington kommt, braucht in der Regel keine komplizierte Konstruktion. Wer hingegen Tower of London, Hampton Court Palace und Kensington Palace kombiniert, sollte nicht reflexartig mehrere Einzeltickets kaufen.

Die Ticketstruktur: Einmaliger Besuch oder langfristige Nutzung?

Der reguläre Eintritt in den Kensington Palace wird vom Betreiber Historic Royal Palaces verkauft. Das Ticket gilt nicht nur für einen einzelnen Raum oder eine kleine Ausstellung, sondern erschließt die zentralen Besucherbereiche des Palastes:

  • die King’s State Apartments,
  • die Queen’s State Apartments,
  • die Ausstellung im Jewel Room,
  • aktuelle Sonderausstellungen, sofern sie im regulären Besuchsangebot enthalten sind.

Damit ist das Einzelticket für klassische London-Reisende die geradlinigste Lösung. Sie buchen einen Besuch, wählen – sofern angeboten – ein Zeitfenster und erhalten Zugang zu den historischen Innenräumen. Der ökonomische Haken liegt nicht im Ticket selbst, sondern in der Besuchsplanung: Wer zu spät bucht oder ohne feste Zeitplanung anreist, riskiert eine schlechtere Auswahl bei den verfügbaren Eintrittszeiten.

Die Online-Buchung ist deshalb nicht nur eine Komfortfrage. Sie ist Teil der Kapazitätssteuerung. Kensington Palace ist kein frei zugängliches Museum, in das man jederzeit ohne Reibungsverlust hineinläuft. Für den Besuch zählt, wann Sie ankommen und wie viel Puffer Sie für die Sicherheitskontrolle, den Weg durch Kensington Gardens und die weitere Tagesplanung einrechnen.

Vor-Ort-Tickets können für spontane Besucher interessant sein, sind aber die schwächere Strategie, wenn der Palast ein fixer Programmpunkt ist. Die Verfügbarkeit von Restkarten lässt sich bei starkem Andrang, Ferienzeiten und Feiertagen nicht als belastbare Planungsgrundlage behandeln. Wer die Reise um ein knappes Zeitfenster herum organisiert, sollte den Eintritt nicht erst vor dem Eingang verhandeln.

Der Einzelticketkauf ist die sauberste Lösung für einen einmaligen Besuch – solange Sie nicht versuchen, die Buchung bis zum letzten Moment auszusitzen.

Freiwillige Spende: mehr Zahlung, nicht mehr Besuch

Beim regulären Ticket kann eine freiwillige Spende ergänzt werden. Sie verändert den Zugang zu den Ausstellungsbereichen nicht und ist kein Premium-Tarif. Der Besucher erhält dadurch weder einen anderen Rundgang noch automatisch einen bevorzugten Einlass.

Aus kaufmännischer Sicht sollte man diese Position klar vom Eintrittspreis trennen. Eine Spende unterstützt den Betreiber und seine Arbeit, sie ist aber kein Preisvorteil und keine Upgrade-Logik. Wer den Gesamtaufwand seiner London-Reise kalkuliert, sollte den freiwilligen Zusatz als freiwilligen Beitrag behandeln – nicht als Bestandteil einer vermeintlich besseren Eintrittskategorie.

Jahresmitgliedschaft bei Historic Royal Palaces: Der Break-even liegt nicht bei Kensington allein

Die Jahresmitgliedschaft von Historic Royal Palaces ist die interessanteste Option für Besucher, die mehrere betreute Anlagen innerhalb eines Jahres sehen wollen. Sie umfasst den freien Eintritt zu Kensington Palace, dem Tower of London und Hampton Court Palace. Zusätzlich gibt es Vergünstigungen in den Cafés und Shops der Paläste.

Die entscheidende Frage lautet nicht: Ist die Mitgliedschaft günstiger als ein Kensington-Palace-Ticket? Die richtige Frage lautet: Wie viele Besuche und welche Kombination von Anlagen planen Sie tatsächlich?

Für einen einzelnen London-Aufenthalt mit genau einem Palastbesuch ist die Mitgliedschaft meist eine strategische Überdehnung. Sie kaufen dann eine Jahresleistung, deren Nutzung Sie nicht realistisch ausschöpfen. Das ist derselbe Fehler, den man bei vielen Touristenpässen sieht: Der theoretische Maximalwert klingt attraktiv, während der reale Reiseplan kaum Raum für die versprochenen Leistungen lässt.

Anders sieht es aus, wenn mehrere der folgenden Punkte zusammenkommen:

  • Sie besuchen während derselben Reise Kensington Palace und den Tower of London.
  • Hampton Court Palace steht ebenfalls auf Ihrer Liste.
  • Sie leben in Großbritannien oder planen innerhalb eines Jahres eine weitere London-Reise.
  • Sie reisen mit Personen, für die mehrere Einzelbesuche anfallen.
  • Sie möchten nicht jeden weiteren Palasteintritt erneut budgetieren.

Die Mitgliedschaft arbeitet dann wie eine Vorab-Allokation: Sie verschieben einen Teil der Ausgaben nach vorn und kaufen dafür Planungssicherheit bei den späteren Besuchen. Das lohnt sich allerdings nur, wenn die Besuchsabsicht mehr ist als ein unverbindlicher Wunschzettel.

Für wen die Mitgliedschaft funktioniert

Eine Einzelmitgliedschaft kann sich bereits bei mehreren Besuchen innerhalb des Gültigkeitszeitraums rechnen. Der genaue Break-even hängt von der jeweils aktuellen Mitgliedschaft und den regulären Eintrittspreisen ab; diese Werte ändern sich und sollten vor dem Kauf direkt beim Betreiber gegengeprüft werden.

Praktisch lässt sich die Entscheidung so sortieren:

ReisesituationSinnvollste OptionWarum
Ein Besuch im Kensington Palace während einer klassischen StädtereiseReguläres EinzelticketGeringe Bindung, einfache Abwicklung, kein ungenutztes Jahresprodukt
Kensington Palace plus Tower of LondonMitgliedschaft gegen Einzeltickets rechnenMehrere HRP-Anlagen können den Mehrpreis schnell relativieren
Mehrere London-Reisen innerhalb eines JahresJahresmitgliedschaftFreier Wiedereintritt reduziert die Grenzkosten weiterer Besuche
Viele Sehenswürdigkeiten an wenigen TagenLondon Pass prüfenDer Eintritt ist Bestandteil eines größeren Passmodells
Spontane Entscheidung am BesuchstagVor-Ort-Verfügbarkeit nur als ReserveRestkarten und Zeitfenster sind nicht verlässlich planbar
Niedriges HaushaltseinkommenSozialtarif prüfenBerechtigte Haushalte können vergünstigte Eintrittskarten erhalten

Die Tabelle ist kein Freifahrtschein für die Mitgliedschaft. Sie zeigt lediglich, wo der wirtschaftliche Hebel sitzt: nicht im Prestige des Produkts, sondern in der Zahl tatsächlich genutzter Eintritte.

London Pass oder Historic-Royal-Palaces-Mitgliedschaft?

Der London Pass folgt einer anderen Logik als die Jahresmitgliedschaft. Er ist kein spezielles Palastprodukt, sondern ein Bündel für mehrere Sehenswürdigkeiten in London. Kensington Palace ist darin enthalten. Für Besucher mit dichtem Programm kann das attraktiv sein; für Reisende, die sich bewusst Zeit für wenige Orte nehmen, ist ein solcher Pass häufig eine teure Wette auf die eigene Disziplin.

Der London Pass lohnt sich vor allem dann, wenn Sie an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen kostenpflichtige Attraktionen besuchen und deren reguläre Einzelpreise zusammen höher liegen als der Passpreis. Der reine Kensington-Palace-Besuch rechtfertigt ihn nicht. Das wäre ungefähr so, als würde man für eine einzige Fertigungslosgröße gleich die gesamte Jahreskapazität eines Lieferanten einkaufen.

Die beiden Modelle im direkten Vergleich

KriteriumHistoric-Royal-Palaces-MitgliedschaftLondon Pass
SchwerpunktMehrere königliche Anlagen des BetreibersBreites London-Sightseeing
Kensington Palace enthaltenJaJa
Tower of London enthaltenJaJa, im Rahmen des Passangebots
Hampton Court Palace enthaltenJaAbhängig von den jeweils enthaltenen Leistungen
Beste NutzungWiederholte oder kombinierte HRP-BesucheViele unterschiedliche Attraktionen in kurzer Zeit
KostenlogikJahresnutzung und WiedereintrittTages- oder Laufzeitnutzung
HauptrisikoMitgliedschaft wird kaum genutztPass wird gekauft, aber nicht ausgelastet
BuchungsaufwandRelativ gezielt auf HRP-Angebote ausgerichtetMehrere Attraktionen und mögliche Reservierungen koordinieren

Die Mitgliedschaft ist also kein besserer London Pass und der London Pass keine flexible Jahresmitgliedschaft. Beide Produkte lösen unterschiedliche Planungsprobleme.

Wer nur Kensington Palace und vielleicht den Tower besuchen möchte, sollte beide Varianten nüchtern gegen die Einzeltickets rechnen. Wer zusätzlich Westminster Abbey, den Tower Bridge-Besuch, eine Themsefahrt oder weitere kostenpflichtige Attraktionen einplant, kann mit dem London Pass flexibler fahren. Entscheidend ist nicht die Zahl der theoretisch enthaltenen Sehenswürdigkeiten, sondern die Zahl der tatsächlich besuchten.

Sonderkonditionen: Wer nicht den Standardpreis zahlen muss

Historic Royal Palaces bietet für berechtigte Personen mit geringerem Einkommen spezielle Eintrittskarten zu einem stark reduzierten Preis an. Diese Regelung kann für bis zu vier Personen eines Haushalts gelten. Sie ist kein allgemeiner Rabatt für Studenten, Familien oder spontane Besucher, sondern an die jeweiligen Voraussetzungen gebunden.

Die Prüfung sollte vor dem Besuch erfolgen, nicht erst am Eingang. Wer auf ein vergünstigtes Angebot angewiesen ist, muss die erforderlichen Nachweise und die Buchungsbedingungen kennen. Ohne Berechtigung oder geeignete Dokumente bleibt die normale Ticketstruktur maßgeblich.

Auch Besucher mit Behinderung sollten die Begleitregelung einplanen. Eine erwachsene Begleitperson – im englischen System häufig als Carer oder Companion bezeichnet – kann bei entsprechendem Nachweis kostenfrei eingelassen werden. Als Nachweis kommen beispielsweise ein Blue Badge oder andere geeignete Dokumente infrage. Die Einlassregelung sollte dennoch nicht als automatische Formalität verstanden werden: Der Nachweis muss plausibel sein und am Ticketoffice vorgelegt werden können.

Das ist kein Detail für den letzten Reiseabend. Wer mit einer Begleitperson unterwegs ist, sollte die entsprechende Option bereits im Buchungsprozess berücksichtigen und klären, ob der Nachweis online angegeben werden kann oder vor Ort geprüft wird. Ein nicht berücksichtigter Begleitplatz ist im besten Fall lästig, im schlechtesten Fall ein vermeidbarer zusätzlicher Organisationsaufwand.

Was das Ticket tatsächlich umfasst

Kensington Palace ist kein vollständig frei begehbares Gebäude. Der Besuch folgt einem kuratierten Rundgang durch die zugänglichen Bereiche. Das reguläre Ticket umfasst die zentralen State Apartments und den Jewel Room. Hinzu kommen Sonderausstellungen, wenn sie Bestandteil des aktuellen Besuchsangebots sind.

Für die Reiseplanung ist außerdem relevant, dass der Palast nicht nur als Schauplatz der britischen Monarchie funktioniert. Die Räume verbinden verschiedene historische Ebenen: die königlichen Apartments, die Geschichte von Queen Victoria, die späteren Bewohner des Palastes und die öffentliche Erinnerung an Princess Diana. Diese Themen liegen nicht alle in einem einzigen linearen Rundgang gleich stark im Vordergrund.

Die Sonderausstellung „The Last Princesses of Punjab“ ist laut vorliegenden Angaben bis zum 8. November 2026 vorgesehen. Wer speziell wegen dieser Ausstellung anreist, sollte den Ausstellungsstatus und die tatsächliche Einbindung in das reguläre Ticket vor der Buchung nochmals kontrollieren. Sonderausstellungen können zeitlich begrenzt sein und unterliegen einer anderen Verfügbarkeitslogik als der dauerhafte Palastrundgang.

State Apartments und Sunken Garden nicht verwechseln

Ein typischer Planungsfehler besteht darin, den Palastbesuch und Kensington Gardens als ein einziges Ticketprodukt zu behandeln. Die Außenanlagen rund um den Palast sind nicht einfach die Verlängerung des Innenrundgangs. Der Sunken Garden und die weitläufigen Kensington Gardens gehören zur Umgebung des Palastes, der Ticketzugang bezieht sich jedoch auf die jeweiligen ausgewiesenen Besucherbereiche.

Das ist für die Zeitplanung entscheidend. Für die Innenräume sollten Sie ungefähr 90 Minuten einplanen. Dazu kommen Wege durch die Gärten, Sicherheitskontrollen, Fotostopps und mögliche Wartezeiten. Wer direkt nach Kensington Palace einen weiteren Termin bucht, sollte nicht nur die reine Ausstellungsdauer kalkulieren.

Ein belastbarer Besuchsplan sieht eher so aus:

1. Zeitfenster für den Eintritt festlegen. Nicht nur die gewünschte Uhrzeit, sondern auch den Weg vom vorherigen Programmpunkt einrechnen.

2. Innenbesuch mit rund 90 Minuten ansetzen. Das ist eine sinnvolle Orientierung für die zugänglichen Räume und Ausstellungen, kein garantierter Rundgangstakt.

3. Kensington Gardens als eigenen Abschnitt behandeln. Wege und Aufenthaltsdauer im Park variieren erheblich.

4. Puffer vor dem nächsten Termin einbauen. Gerade bei Sicherheitskontrollen und hoher Auslastung ist eine minutiöse Anschlussplanung unnötig riskant.

5. Sonderausstellungen separat bewerten. Wer wegen eines bestimmten Themas kommt, sollte nicht davon ausgehen, dass jeder Besuch automatisch denselben Schwerpunkt bietet.

Kensington Palace Besuchszeiten: Warum die Uhrzeit Teil des Preises ist

Die Öffnungszeiten und verfügbaren Zeitfenster können je nach Saison, Wochentag und Veranstaltungsplanung variieren. Deshalb ist eine allgemeine Aussage wie „morgens ist es immer leerer“ als Buchungsstrategie zu schwach. Sie mag in vielen Museen plausibel klingen, ersetzt aber keine konkrete Verfügbarkeitsprüfung.

Für den Reiseablauf sind drei Dinge wichtiger als die Jagd nach einer vermeintlich perfekten Uhrzeit:

  • Der Termin muss mit dem Anreiseweg vereinbar sein.
  • Das Zeitfenster darf nicht zu eng an eine andere kostenpflichtige Attraktion anschließen.
  • Die Innenräume sollten nicht in den letzten freien Slot eines überladenen Tages gepresst werden.

Gerade der letzte Punkt wird unterschätzt. Wer morgens bereits mehrere Stationen absolviert hat, erlebt die State Apartments nicht effizienter, nur weil der Eintrittspreis gleich bleibt. Der wirtschaftliche Wert eines Tickets besteht auch darin, ob Sie die enthaltene Leistung tatsächlich aufmerksam nutzen.

Die beste Besuchszeit ist daher nicht abstrakt „früh“ oder „spät“, sondern diejenige, die in einen realistischen Tagesplan passt. Bei einer stark verdichteten London-Reise ist ein etwas späterer, sauber gepufferter Termin oft wertvoller als ein früher Slot, der nur mit einem hektischen Transfer erreichbar ist.

Kensington Palace Führung buchen: Wann ein Zusatzangebot sinnvoll ist

Viele Besucher suchen gezielt nach einer Führung. Dabei sollte man zwischen dem regulären Palastticket, einem Audioguide oder einer extern gebuchten Stadtführung unterscheiden. Diese Angebote sind nicht automatisch identisch und sollten nicht in einen einzigen Leistungstopf geworfen werden.

Der reguläre Eintritt erschließt die vorgesehenen Räume und Ausstellungen. Eine zusätzliche Führung kann den historischen Zusammenhang verdichten, kostet aber Zeit und ist nicht für jeden Besuch wirtschaftlich sinnvoll. Wer sich vor allem für die Innenräume und die Ausstellungen interessiert, kommt mit dem regulären Rundgang möglicherweise besser zurecht. Wer dagegen historische Einordnung und kuratorische Details sucht, kann von einer Führung profitieren – sofern sie tatsächlich für die zugänglichen Bereiche autorisiert und passend organisiert ist.

Hier liegt ein verbreiteter Denkfehler: Eine private Stadtführung ist nicht automatisch berechtigt, Besucher innerhalb der State Apartments zu führen. Für die Innenräume gelten die Regeln des Betreibers. Ein Angebot, das mit einem Guide wirbt, muss deshalb genau gelesen werden: Führt die Person bis zum Eingang? Begleitet sie durch Kensington Gardens? Oder ist sie im Palast selbst zugelassen?

Wer eine externe Führung bucht, sollte den Leistungsumfang in drei Fragen zerlegen:

  • Ist der Eintritt in den Palast enthalten oder muss er zusätzlich gekauft werden?
  • Begleitet der Guide tatsächlich durch die zugänglichen Innenräume?
  • Wie viel der gebuchten Zeit entfällt auf Anreise, Außenbereiche und Erklärungen außerhalb des Palastes?

Ein glänzendes Führungsetikett ersetzt keine belastbare Leistungsbeschreibung. Im Einkauf würde man schließlich auch keine Dienstleistung akzeptieren, deren wichtigste Leistung nur im Titel steht.

Kensington Palace Tickets vor Ort oder online?

Die Online-Buchung ist für planbare Besuche in der Regel die robustere Option. Sie schafft Klarheit über die verfügbaren Zeitfenster und reduziert das Risiko, am Besuchstag nur noch ungünstige oder keine passenden Plätze vorzufinden.

Der Vor-Ort-Kauf hat dennoch einen Anwendungsfall: spontane Besucher mit flexiblem Tagesplan. Wenn Kensington Palace lediglich eine Option unter mehreren ist, kann der Ticketkauf am Eingang sinnvoll sein. Dann muss man aber akzeptieren, dass der Ablauf von der tatsächlichen Auslastung abhängt.

Für Familien, Gruppen und Reisende mit Anschlussprogramm ist das Vor-Ort-Modell deutlich schwächer. Je größer die Gruppe, desto weniger realistisch ist die Annahme, dass alle ohne Weiteres gemeinsam ein passendes Zeitfenster erhalten. Der Palast ist kein Produkt, dessen Kapazität sich nach dem Bedarf einzelner Reisegruppen richtet.

Ein weiterer Punkt: Online-Buchung bedeutet nicht zwingend maximale Flexibilität. Ein gebuchtes Zeitfenster kann die Tagesplanung verbessern, aber auch einschränken. Deshalb sollte der Kauf erst erfolgen, wenn Anreise, vorheriger Programmpunkt und Aufenthaltsdauer in Kensington halbwegs plausibel feststehen.

Mein Urteil: Für die meisten Besucher bleibt das Einzelticket die vernünftige Basis

Für einen einmaligen Kensington-Palace-Besuch ist das reguläre Einzelticket die wirtschaftlich sauberste Entscheidung. Es enthält die wesentlichen State Apartments, den Jewel Room und die jeweils vorgesehenen Sonderausstellungen. Mehr braucht der typische Besucher nicht, wenn der Palast ein einzelner Programmpunkt einer London-Reise ist.

Die Jahresmitgliedschaft wird interessant, sobald mehrere Historic-Royal-Palaces-Anlagen oder wiederholte Besuche realistisch auf dem Plan stehen. Sie sollte nicht aus Begeisterung für das Produkt gekauft werden, sondern nach einer einfachen Rechnung: Wie viele Eintritte würden Sie tatsächlich nutzen, und wie viel davon wäre ohnehin geplant?

Der London Pass ist die bessere Alternative für ein dichtes Sightseeing-Programm mit mehreren kostenpflichtigen Attraktionen. Für Kensington Palace allein ist er überdimensioniert. Wer den Pass kauft, um genau einen Palastbesuch abzudecken, bezahlt vor allem für ungenutzte Optionen.

Sonderkonditionen für einkommensschwache Haushalte und kostenfreie Begleitung bei nachgewiesener Behinderung können die Rechnung deutlich verändern. Diese Möglichkeiten gehören in die Planung, nicht in die improvisierte Diskussion am Eingang.

Der harte Kern der Entscheidung lautet damit:

  • Ein Besuch: Einzelticket online buchen.
  • Mehrere HRP-Anlagen oder Wiederholungsbesuche: Mitgliedschaft gegenrechnen.
  • Viele London-Attraktionen in kurzer Zeit: London Pass prüfen.
  • Spontaner Besuch: Vor Ort möglich, aber ohne sichere Verfügbarkeitsgarantie.
  • Führung: Zusatzleistung und Zugangsberechtigung getrennt bewerten.
  • Zeitplanung: Für die Innenräume etwa 90 Minuten plus Wege und Puffer ansetzen.

Kensington Palace ist kein kompliziertes Ticketprodukt. Kompliziert wird es erst, wenn Besucher den Umfang ihres eigenen Reiseplans überschätzen. Die wirtschaftlich beste Option ist deshalb selten die mit den meisten enthaltenen Leistungen, sondern diejenige, deren Leistung Sie tatsächlich nutzen.

Praktische Hinweise

Währung: GBP

Verkehr: links

Notrufnummer: 112

Wichtige Fakten

Baujahr: 1605

Architekt: Christopher Wren

Denkmalstatus: Grade-I-Bauwerk

Offizielle Website: hrp.org.uk

Häufige Fragen

Lohnt sich der Kauf eines Tickets vor Ort am Kensington Palace?
Der Kauf vor Ort ist nur für spontane Besucher mit sehr flexiblem Zeitplan eine Option. Da die Verfügbarkeit von Restkarten bei hohem Andrang nicht garantiert ist, ist die Online-Buchung für eine verlässliche Planung die deutlich sicherere Strategie.
Was ist im regulären Eintrittspreis für den Kensington Palace enthalten?
Das Ticket umfasst den Zugang zu den King’s State Apartments, den Queen’s State Apartments, dem Jewel Room sowie zu den aktuell angebotenen Sonderausstellungen.
Ist eine freiwillige Spende beim Ticketkauf verpflichtend oder bietet sie Vorteile?
Die Spende ist freiwillig und bietet weder einen Premium-Tarif noch bevorzugten Einlass oder einen anderen Rundgang. Sie sollte als reiner Unterstützungsbeitrag für den Betreiber betrachtet werden.
Wie viel Zeit sollte man für den Besuch des Kensington Palace einplanen?
Für die Besichtigung der Innenräume sollten etwa 90 Minuten eingeplant werden. Zusätzlich müssen Zeit für Sicherheitskontrollen, Wege durch die Kensington Gardens und Puffer für den restlichen Tagesablauf berücksichtigt werden.
Können Begleitpersonen von Menschen mit Behinderung den Palast kostenlos besuchen?
Ja, eine erwachsene Begleitperson kann bei entsprechendem Nachweis, wie etwa einem Blue Badge, kostenfrei eingelassen werden. Diese Option sollte bereits im Buchungsprozess geklärt werden.

Foto: Steve Cadman from London, U.K. / CC BY-SA 2.0 — Wikimedia Commons