Altes Museum Eintritt: Welches Ticket sich für wen rechnet

Beim Altes Museum Eintritt gibt es nicht die eine Karte, die für alle Besucher automatisch die günstigste ist.

Altes Museum Eintritt: Welches Ticket sich für wen rechnet

Die Staatlichen Museen zu Berlin führen mehrere Ticketmodelle parallel: das Einzelticket für ein Haus, das Museumsinsel-Ticket für mehrere Museen an einem Tag und den Museumspass Berlin für mehrere Museumstage in der ganzen Stadt.

Altes MuseumBerlin

Tickets und Preise

Altes Museum

4,7/5 · 1.184 BewertungenPreise geprüft am 27. August 2026Kurzfristig verfügbar

Offizielle Kasse und Online-Kauf

Erwachsene32 €
Ermäßigt16 €

Offizielle Website — smb.museum

Preise sind Richtwerte: den endgültigen Tarif und freie Termine zeigt die Partnerseite.Buchung über unseren Partner GetYourGuide

Auf den ersten Blick wirkt das wie eine einfache Preisstaffel. In der Praxis hängt die richtige Wahl aber weniger vom Namen des Tickets als von der geplanten Route ab. Wer nur die Antikensammlung sehen möchte, braucht eine andere Karte als jemand, der an einem Tag vom Alten Museum ins Neue Museum und anschließend in die Alte Nationalgalerie weiterzieht. Und wer drei Tage lang Museen besucht, sollte nicht nur die Zahl der Tage betrachten, sondern die Zahl der tatsächlich geplanten Eintritte.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: Welche Karte hat den niedrigsten Einzelpreis? Sondern: Für wie viele Häuser und Besuche werde ich sie voraussichtlich nutzen?

Drei Tickets, drei Geltungsbereiche

Das Alte Museum am Lustgarten gehört zur Museumsinsel und damit zu den Staatlichen Museen zu Berlin. Aus dieser Einbindung ergibt sich das gestufte Ticketsystem. Die drei wichtigsten Varianten decken unterschiedliche Besuchspläne ab:

  • Einzelticket für das Alte Museum: Eintritt in ein Haus an einem Besuchstag.
  • Museumsinsel-Ticket: Zugang zu mehreren Häusern der Museumsinsel am selben Tag, darunter das Alte Museum, das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie, das Bode-Museum und – abhängig von der jeweiligen Öffnungs- und Ausstellungssituation – das Pergamonmuseum.
  • Museumspass Berlin: Eintritt in zahlreiche Berliner Museen an drei aufeinanderfolgenden Tagen, die Museumsinsel eingeschlossen.
Der Preis pro Karte ist nur die halbe Rechnung. Entscheidend ist, wie viele Häuser und Museumstage tatsächlich genutzt werden.

Das ist keine theoretische Spitzfindigkeit. Wer das Museumsinsel-Ticket kauft und anschließend nur das Alte Museum besucht, bezahlt für einen Geltungsbereich, den er nicht nutzt. Wer den Museumspass nimmt, aber an zwei der drei Tage gar kein Museum einplant, schöpft ebenfalls einen großen Teil seines Vorteils nicht aus.

Umgekehrt kann eine Einzelkarte schnell zur teureren Lösung werden. Sobald am selben Tag ein zweites Haus auf dem Programm steht, muss geprüft werden, ob zwei Einzeltickets zusammen bereits über dem Preis des Museumsinsel-Tickets liegen. Der Kartenname allein beantwortet diese Frage nicht; die geplante Zahl der Eintritte tut es.

Das Einzelticket: die klare Lösung für ein klares Ziel

Das Einzelticket ist die direkteste Variante. Es gilt für den Besuch des Alten Museums und passt zu einem kurzen, klar umrissenen Programm: Antikensammlung ansehen, Rotunde und zentrale Exponate mitnehmen, anschließend weiter zum nächsten Termin.

Gerade bei einem dichten Berlin-Tag ist das oft die vernünftigste Entscheidung. Wer nur ein bis zwei Stunden im Museum verbringen möchte, muss nicht vorsorglich für mehrere Häuser bezahlen. Das gilt besonders dann, wenn die weitere Tagesplanung bereits feststeht oder wenn ein Besuch der übrigen Museen auf der Museumsinsel lediglich eine vage Möglichkeit ist.

Das Einzelticket passt typischerweise in drei Situationen:

1. Das Alte Museum ist das einzige fest eingeplante Museum.

Ein Spaziergang über die Museumsinsel ist noch kein Grund, automatisch ein Ticket für alle Häuser zu kaufen.

2. Der Besuch ist als kurzer Programmpunkt geplant.

Wer zwischen Stadtrundfahrt, Restaurantreservierung und einem weiteren Termin nur ein begrenztes Zeitfenster hat, wird den erweiterten Geltungsbereich oft nicht ausnutzen.

3. Die Entscheidung für weitere Häuser soll offenbleiben.

Eine spontane Erweiterung ist möglich, aber sie sollte nicht schon beim ersten Kauf bezahlt werden, wenn noch gar nicht feststeht, ob dafür Zeit und Interesse vorhanden sind.

Die Schwäche des Einzeltickets zeigt sich erst bei einer konkreten Erweiterung des Tagesplans. Wer nach der Antikensammlung noch ins Neue Museum möchte und später zusätzlich die Alte Nationalgalerie besucht, braucht entweder mehrere Einzelkarten oder eine Karte mit größerem Geltungsbereich. Dann kann das zunächst günstige Ticket in Summe teurer werden.

Die Rechnung sollte deshalb vor dem Kauf nicht nur lauten: „Ich gehe ins Alte Museum.“ Besser ist die Frage: „Welche Häuser werde ich an diesem Tag mit hoher Wahrscheinlichkeit tatsächlich betreten?“ Ein unverbindliches Vielleicht zählt dabei nicht als geplanter Besuch.

Museumsinsel-Ticket: sinnvoll bei mehreren Häusern an einem Tag

Das Museumsinsel-Ticket ist die mittlere Stufe. Es richtet sich an Besucher, die aus dem Aufenthalt auf der Insel ein Tagesprogramm machen möchten. Der Vorteil liegt nicht darin, dass jedes einzelne Haus automatisch günstiger wäre, sondern darin, dass mehrere Eintritte in einem Geltungsbereich zusammengefasst werden.

Das kann etwa so aussehen:

  • vormittags die Antikensammlung im Alten Museum,
  • anschließend das Neue Museum,
  • am Nachmittag die Alte Nationalgalerie oder das Bode-Museum.

Ob dieses Modell wirtschaftlich ist, hängt von der Zahl der geplanten Häuser und den jeweils geltenden Einzelpreisen ab. Als grobe Orientierung gilt: Sobald mindestens zwei kostenpflichtige Museumsbesuche am selben Tag sicher eingeplant sind, lohnt sich der Vergleich mit dem Museumsinsel-Ticket. Bei drei Häusern fällt die Entscheidung häufig noch eindeutiger aus. Eine pauschale Regel ersetzt die konkrete Rechnung aber nicht, weil Ermäßigungen, Sonderausstellungen und aktuelle Tarife den Endbetrag verändern können.

Das Ticket ist also nicht automatisch die beste Wahl für jeden Besucher der Museumsinsel. Wer nur das Alte Museum besichtigen möchte, nutzt den erweiterten Geltungsbereich nicht. Wer dagegen ohnehin zwischen mehreren Häusern wechseln will, sollte die Einzelpreise addieren und dem Preis des Insel-Tickets gegenüberstellen.

Ein wichtiger praktischer Punkt: Die Häuser liegen zwar räumlich nah beieinander, ein Besuch von zwei oder drei Museen ist trotzdem kein Selbstläufer. Wartezeiten, Sicherheitskontrollen, reservierte Zeitfenster, Pausen und die Größe der Sammlungen gehören in die Tagesplanung. Ein Ticket kann sich rechnerisch lohnen und trotzdem organisatorisch überdimensioniert sein, wenn der Zeitplan nur auf dem Papier funktioniert.

Museumspass Berlin: nicht nach Tagen, sondern nach Eintritten rechnen

Der Museumspass Berlin ist für drei aufeinanderfolgende Tage gültig und ermöglicht den Eintritt in zahlreiche Berliner Museen. Er ist deshalb vor allem für Reisen gedacht, bei denen mehrere Museen über die Stadt verteilt auf dem Programm stehen: etwa die Museumsinsel an einem Tag, das Kulturforum an einem anderen und ein weiteres Haus in Charlottenburg oder einem anderen Stadtteil am dritten Tag.

Die verbreitete Faustregel, der Pass rechne sich erst ab dem dritten Museumstag, ist jedoch zu grob und als allgemeine Schwelle falsch. Ein Museumstag kann einen einzigen Eintritt enthalten oder mehrere. Wer an zwei Tagen jeweils zwei Museen besucht, kann den Pass bereits deutlich früher gegenüber Einzelkarten rechtfertigen als jemand, der an drei Tagen jeweils nur ein Haus besucht.

Die richtige Rechnung ist einfach:

Summe der geplanten Einzelpreise für alle kostenpflichtigen Besuche > Preis des Museumspasses

Dabei sollten nur Besuche berücksichtigt werden, die tatsächlich stattfinden sollen. Ein Museum, das lediglich als spontane Option auf der Liste steht, gehört nicht in die Kalkulation. Ebenso wenig sollte ein kostenloser Eintritt künstlich als Vorteil des Passes gezählt werden, wenn er auch ohne Pass möglich wäre.

Bei einem Museumspass für 32 Euro wäre beispielsweise nicht die Zahl der Museumstage ausschlaggebend, sondern die Summe der Einzelkarten. Zwei Besuche zu jeweils 12 Euro würden den Pass noch nicht rechtfertigen. Vier vergleichbare Eintritte kämen dagegen bereits auf 48 Euro und würden den Pass rechnerisch interessant machen. Bei ermäßigten Tickets verschiebt sich die Schwelle entsprechend nach hinten; bei mehreren regulären Eintritten nach vorn.

Noch genauer wird die Rechnung mit einer kleinen Besuchsliste:

Geplanter BesuchEinzelkarte nötig?In die Pass-Rechnung einbeziehen?
Altes MuseumJa, sofern kein anderes Ticket giltJa
Zweites Haus auf der Museumsinsel am selben TagJe nach gewähltem TicketJa, aber nicht doppelt
Kostenloser Eintritt aufgrund des AltersNeinNein
Kostenpflichtige SonderausstellungNicht zwingend vom Pass abgedecktNur, wenn sie tatsächlich enthalten ist
Museum in einem anderen Stadtteil am FolgetagJa, sofern regulärer Eintritt anfälltJa

Der Museumspass ist damit kein Belohnungssystem für drei Kalendertage in Berlin. Er ist ein Mehrfach-Eintrittsticket. Wer am Anreisetag nur mit dem Zug ankommt, am zweiten Tag ein Museum besucht und am dritten Tag früh abreist, hat zwar drei Gültigkeitstage, aber möglicherweise zu wenige Eintritte für eine wirtschaftliche Nutzung.

Der Pass enthält außerdem keinen ÖPNV-Zuschlag. Wer zwischen Museumsinsel, Charlottenburg und Kulturforum unterwegs ist, braucht zusätzlich eine Fahrkarte – etwa ein reguläres BVG-Ticket oder ein anderes passendes Nahverkehrsangebot. Eintritt und Mobilität sind zwei getrennte Kostenblöcke. Wer beides in einem Produkt sucht, sollte die Berlin WelcomeCard und ihre jeweiligen Bedingungen separat prüfen; sie ersetzt nicht automatisch jede museumsbezogene Eintrittskarte.

Altes Museum Berlin Tickets: Ermäßigungen und Befreiungen

Bei den Altes Museum Berlin Tickets kommt es nicht nur auf den regulären Tarif an. Für bestimmte Besuchergruppen gelten Ermäßigungen oder Eintrittsbefreiungen. Die konkreten Bedingungen sollten vor dem Kauf anhand der aktuellen Ticketinformationen geprüft werden, weil nicht jede Vergünstigung für jedes Produkt und jede Sonderausstellung identisch funktioniert.

Zu den ausdrücklich genannten Gruppen für Ermäßigungen gehören unter anderem:

  • Schüler*innen und Auszubildende,
  • Studierende,
  • Freiwilligendienstleistende,
  • Empfänger*innen von Arbeitslosengeld I,
  • schwerbehinderte Besucher*innen ab einem Grad der Behinderung von 50.

Die Aufzählung ist nicht als vollständige Ausschlussliste zu verstehen. Sie nennt wichtige Beispiele, ersetzt aber nicht die Prüfung der jeweils geltenden Tarifbedingungen. Je nach Ticketart können weitere Regelungen, Nachweise oder Einschränkungen gelten.

Für ermäßigte Tickets muss der entsprechende Nachweis in der Regel beim Einlass oder an der Kasse vorgelegt werden. Dazu können beispielsweise ein Studierendenausweis, ein Ausbildungsnachweis, ein Schwerbehindertenausweis oder ein Bewilligungsbescheid gehören. Wer online ein ermäßigtes Ticket kauft, sollte den Nachweis trotzdem mitführen. Ein Anspruch allein genügt nicht immer, wenn er vor Ort nicht belegt werden kann.

Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr haben freien Eintritt. Darüber hinaus können unter anderem Empfänger*innen bestimmter Transferleistungen, Inhaber*innen einer ICOM-Mitgliedskarte und notwendige Begleitpersonen schwerbehinderter Menschen mit dem entsprechenden Merkzeichen im Ausweis von der Eintrittspflicht befreit sein.

Entscheidend ist die Formulierung unter anderem. Die Rabatt- und Befreiungsliste darf nicht so gelesen werden, als wären alle nicht ausdrücklich genannten Besucher automatisch vom vollen Preis ausgeschlossen. Ebenso wenig lässt sich aus einer allgemeinen Übersicht ableiten, dass jede Vergünstigung für jedes Ticketmodell, jede Sonderausstellung und jeden Vertriebsweg identisch gilt.

Ein Anspruch auf Ermäßigung ist nur dann praktisch wertvoll, wenn der passende Nachweis und die passende Ticketart zusammenpassen.

Für Familien lohnt sich eine weitere Prüfung: Wenn Kinder freien Eintritt haben, muss nicht automatisch eine Familienkarte oder ein Museumspass für jedes Familienmitglied gekauft werden. Bei Erwachsenen kann der Pass sinnvoll sein, bei Kindern aber unnötig. Die Rechnung sollte deshalb pro Person und nicht nur für die Reisegruppe als Ganzes erfolgen.

Altes Museum Berlin Eintrittspreise: So lässt sich der Preis vergleichen

Die aktuellen Altes Museum Berlin Eintrittspreise sollte man nicht isoliert betrachten. Ein reguläres Einzelticket kann auf dem Papier günstiger wirken als ein Museumspass, während mehrere Einzelkäufe am Ende die teurere Kombination ergeben. Umgekehrt kann ein Pass trotz größerem Geltungsbereich unwirtschaftlich sein, wenn ein Teil der Gruppe ermäßigt oder kostenlos eintritt.

Für eine belastbare Entscheidung reicht eine kleine Tabelle mit vier Spalten:

Geplanter BesuchRegulärer PreisErmäßigter oder kostenloser EintrittWird er sicher besucht?
Altes Museumaktueller Tarifje nach AnspruchJa/Nein
Weiteres Haus auf der Museumsinselaktueller Tarifje nach AnspruchJa/Nein
Museum am zweiten Tagaktueller Tarifje nach AnspruchJa/Nein
Museum am dritten Tagaktueller Tarifje nach AnspruchJa/Nein

Dann werden nur die sicheren, kostenpflichtigen Besuche addiert. Der Vergleich sieht anschließend so aus:

  • Einzelticket: sinnvoll, wenn nur das Alte Museum feststeht.
  • Museumsinsel-Ticket: sinnvoll, wenn mehrere Häuser am selben Tag sicher auf der Route liegen.
  • Museumspass: sinnvoll, wenn die Summe der tatsächlich benötigten Einzelkarten über dem Passpreis liegt und die Besuche innerhalb der drei aufeinanderfolgenden Gültigkeitstage stattfinden.

Der Begriff „Museumstag“ ist für diese Rechnung zu ungenau. Zwei Museen an einem Tag können wirtschaftlich mehr ausmachen als drei Tage mit jeweils nur einem kurzen Besuch. Deshalb sollte man nicht die Reiseagenda zählen, sondern die Eintritte.

Zeitfenster, Öffnungszeiten und organisatorische Grenzen

Der günstigste Tarif hilft wenig, wenn das gebuchte Zeitfenster verpasst wird. Viele Online-Karten werden mit einem festen Eintrittsfenster verkauft, häufig in Abschnitten von ungefähr 30 Minuten. Das Zeitfenster ist dann nicht bloß eine unverbindliche Empfehlung, sondern Teil der Buchungsbedingungen.

Wer die Anreise knapp plant, sollte zwischen Bahnhof, Hotel, U-Bahn und Museum ausreichend Puffer lassen. Ein verspäteter Bus, eine lange Sicherheitskontrolle oder eine ungeplante Wartezeit können dazu führen, dass der gebuchte Beginn nicht mehr erreicht wird. Ob das Museum in einem solchen Fall kulant auf ein späteres Fenster umbucht, ist keine Garantie, auf die man die Tagesplanung stützen sollte.

Bei den Öffnungszeiten ist außerdem zu beachten, dass das Alte Museum montags und dienstags geschlossen ist. Von Mittwoch bis Freitag gelten die regulären Tagesöffnungszeiten, am Wochenende ist das Haus länger geöffnet. Die konkreten Zeiten und mögliche Abweichungen sollten vor dem Besuch noch einmal geprüft werden, insbesondere an Feiertagen oder bei Sonderveranstaltungen.

Für die Reiseplanung bedeutet das:

  • Wer montags oder dienstags in Berlin ankommt, kann das Alte Museum nicht einfach als spontanen ersten Programmpunkt einplanen.
  • Wer am Abreisetag ein Zeitfenster bucht, braucht einen realistischen Plan für Gepäck, Transfer und Weiterfahrt.
  • Ein Museumspass mit drei aufeinanderfolgenden Tagen ist weniger attraktiv, wenn einer dieser Tage durch An- oder Abreise kaum nutzbar ist.
  • Ein Insel-Ticket braucht genügend Zeit für mehrere Häuser, nicht nur einen langen Aufenthalt im Alten Museum.

Auch Sonderausstellungen können die Kalkulation verändern. Der Museumspass deckt in erster Linie den vorgesehenen Museumseintritt beziehungsweise die regulären Sammlungen ab. Kostenpflichtige Wechselausstellungen, reservierungspflichtige Bereiche oder besondere Veranstaltungsformate können ausgenommen sein oder einen Zuschlag verlangen. Wer wegen einer bestimmten Ausstellung kommt, sollte deshalb nicht nur nach dem Museum, sondern nach dem konkreten Ausstellungstarif suchen.

Bei Drittanbietern ist ebenfalls Aufmerksamkeit gefragt. Plattformen wie GetYourGuide können Standardtickets, Führungen, Audioguides oder kombinierte Angebote nebeneinander anzeigen. Der Endpreis hängt dann von der gebuchten Variante ab. Ein höherer Betrag bedeutet nicht automatisch, dass der Eintritt teurer geworden ist; möglicherweise ist eine zusätzliche Leistung enthalten. Umgekehrt ist ein vermeintlich günstiges Angebot nicht zwingend das passende Zeitfensterticket für den eigenen Besuch.

Drei Besucherprofile und die passende Entscheidung

Der kurze Einzelbesuch

Wer in Berlin nur einen begrenzten Zeitblock hat und die Antikensammlung im Alten Museum gezielt sehen möchte, fährt mit dem Einzelticket meist am übersichtlichsten. Das gilt besonders, wenn kein weiteres Haus verbindlich auf dem Plan steht.

Ein Spaziergang über die Museumsinsel oder ein spontanes Interesse an der Fassade des Neuen Museums sind noch kein Argument für das Insel-Ticket. Die Karte sollte den tatsächlichen Besuch abdecken, nicht jede denkbare Erweiterung.

Der Museumstag auf der Insel

Wer mindestens zwei Häuser am selben Tag besuchen möchte, sollte das Museumsinsel-Ticket gegen die Summe der Einzelpreise rechnen. Stehen drei Häuser fest auf dem Plan, spricht meist mehr für das Insel-Ticket als für mehrere Einzelkarten. Trotzdem muss die zeitliche Machbarkeit stimmen.

Ein dichter Plan mit drei großen Sammlungen kann auf dem Papier attraktiv aussehen und vor Ort in Stress ausarten. Wer nach dem Alten Museum bereits genug Eindrücke gesammelt hat, nutzt den erweiterten Geltungsbereich nicht automatisch besser. Die wirtschaftliche Rechnung und die persönliche Belastbarkeit müssen zusammenpassen.

Die mehrtägige Museumstour

Wer mehrere Berliner Museen an mindestens zwei oder drei aufeinanderfolgenden Tagen besuchen möchte, sollte den Museumspass anhand der einzelnen Eintritte kalkulieren. Der Pass kann sich schon vor einem dritten Museumstag lohnen, wenn an den ersten Tagen mehrere kostenpflichtige Häuser besucht werden.

Umgekehrt ist der Pass nicht automatisch günstig, nur weil die Reise drei Tage dauert. Ein Anreisetag ohne Museum, ein kostenloser Besuch und ein einzelnes Haus am dritten Tag ergeben möglicherweise zu wenige kostenpflichtige Eintritte. Die entscheidende Schwelle liegt dort, wo die Summe der geplanten Einzelkarten den Passpreis übersteigt.

Fazit: Die Route entscheidet über den Altes Museum Eintritt

Für einen gezielten Besuch des Alten Museums ist das Einzelticket die sauberste Lösung. Es vermeidet, dass man für Häuser bezahlt, die man nicht betritt.

Das Museumsinsel-Ticket passt zu einem echten Museumstag auf der Insel. Es lohnt sich vor allem dann, wenn zwei oder mehr Häuser am selben Tag verbindlich eingeplant sind und die Zeit für den Wechsel zwischen den Sammlungen vorhanden ist.

Der Museumspass Berlin ist für eine mehrtägige Museumstour interessant. Seine Wirtschaftlichkeit beginnt aber nicht automatisch am dritten Museumstag. Maßgeblich ist die Summe der tatsächlich geplanten, kostenpflichtigen Eintritte innerhalb der drei Gültigkeitstage. Mehrere Museumsbesuche an einem Tag können den Pass bereits früher rechtfertigen.

Wer vor dem Kauf die Route aufschreibt, Ermäßigungen pro Person berücksichtigt und Sonderausstellungen sowie Nahverkehr getrennt betrachtet, braucht keine komplizierte Ticketstrategie. Für einen einzelnen Besuch reicht die Einzelkarte. Für mehrere Häuser an einem Tag kommt das Museumsinsel-Ticket infrage. Für mehrere kostenpflichtige Museen an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen kann der Museumspass die bessere Rechnung sein.

Die passende Karte ist nicht die größte, sondern diejenige, deren Geltungsbereich tatsächlich auf der eigenen Route liegt.

Wichtige Fakten

Baujahr: 1830

Architekt: Karl Friedrich Schinkel

Denkmalstatus: UNESCO-Welterbe

Offizielle Website: smb.museum

Häufige Fragen

Welches Ticket ist für einen Besuch nur im Alten Museum am besten?
Für einen gezielten Besuch des Alten Museums ist das Einzelticket die direkteste und meist vernünftigste Lösung.
Wann lohnt sich das Museumsinsel-Ticket?
Das Ticket lohnt sich, wenn mindestens zwei kostenpflichtige Museumsbesuche auf der Museumsinsel für denselben Tag fest eingeplant sind.
Rechnet sich der Museumspass Berlin immer ab dem dritten Tag?
Nein, die Gültigkeit von drei Tagen ist nicht das alleinige Kriterium. Entscheidend ist, ob die Summe der geplanten Einzeleintritte innerhalb dieser Zeit den Preis des Passes übersteigt.
Sind öffentliche Verkehrsmittel im Museumspass enthalten?
Nein, der Museumspass beinhaltet keinen ÖPNV-Zuschlag. Für die Fahrt zwischen den Museen ist ein separates Ticket, etwa der BVG, erforderlich.
Haben Kinder freien Eintritt im Alten Museum?
Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr haben freien Eintritt.
Was muss ich bei der Buchung von Zeitfenstertickets beachten?
Zeitfenster sind verbindliche Buchungsbedingungen. Besucher sollten ausreichend Puffer für Anreise und Sicherheitskontrollen einplanen, da ein verpasstes Zeitfenster den Einlass gefährden kann.

Foto: VitVit / CC BY-SA 4.0 — Wikimedia Commons